Michael Jordan

In dieser Kategorie möchte ich gerne ein wenig über den Sport reden. Und den ersten Eintrag in dieser Kategorie möchte ich gerne dem Sportler widmen, der mich als Jugendlicher und junger Erwachsener am meisten inspiriert hat: Michael "Air" Jordan, auch "His Airness" genannt, mit der legendären Rückennummer 23. Die Zeit vergeht schnell und heutzutage ist der Name dieses Ausnahmebasketballers vielleicht gar nicht mehr jedem (jüngeren Basketballfan) geläufig. Heute gibt es eben andere Stars in diesem sport, wie z.B. "The German Wunderkind" Dirk Nowitzki. Aber als ich im Alter von ca 14 bis 19 war, hing bestimmt in vielen Zimmern von Basketballfans ein Poster von Michael Jordan. So auch in meinem. Zum Basketball kam ich über den Sportunterricht in der Schule, wo ich merkte, dass mir diese Sportart besonders lag. Nicht, dass ich in Sport schlecht gewesen wäre, aber Basketball war die Sportart, in der ich mich so richtig verwirklichen konnte. So kam es, dass ich zusammen mit Freunden eine alte Felge von einem Kinderfahrrad an eine Latte nagelte und diese wiederum an den Zaun vorm Haus. Nicht besonders originalgetreu aber immerhin ein Ring, durch den man einen Ball werfen konnte. Das Baseketballfieber erfasste immer mehr Bekannte und Freunde und so entstand mit Hilfe eines handwerklich geschickten Nachbarn ein besserer Basketballkorb: Ein dickes Vierkantholz einzementiert in vier alte Autoreifen. Oben dran ein Brett und ein richtiger Korb. Der Vorteil von dieser Konstruktion war, dass man sie bewegen konnte. Somit war man nicht mehr auf den Jägerzaun angewiesen und lief nicht mehr Gefahr, sich daran aufzuspießen, wenn man mal zu viel Schwung hatte. Bald kamen fast täglich viele Freunde in die Straße und wir lieferten uns grandiose Basektball- bzw. Streetballschlachten. Wann immer möglich verfolgte ich die Profiliga in den USA (NBA) entweder auf dem DSF oder zumindest die Ergebnisse bei CNN. Wie gesagt, Michael Jordan, der damals in seiner Hochphase bei den Chicago Bulls spielte, war mein absolutes Vorbild, wie das vieler anderer bestimmt auch. Ich war beeindruckt von seinen Bewegungen, seiner Sprungkraft und der Fähigkeit "blinde" Pässe zu spielen. Nach jedem Spiel seiner Mannschaft, dass ich mir angeschaut habe, war ich so was von aufgeputscht, als hätte ich Kaffeepulver gegessen. Jeden Tag nach dem Mittagessen oder wochenends den ganzen Tag ging ich so oft wie möglich raus auf die Straße, um Würfe, Krobleger und Tribblings zu üben. Nur im Winter war es schwer möglich aber sobald die Straße frei von Schnee war, wurde wieder gespielt. Leider gelangen mir, obwohl ich recht leicht war, nur selten Dunkings. Da haben wir dann meist ein bisschen geschummelt und sind auf die Autoreifen gesprungen, um uns von da aus weiter abzustoßen. Im Verein habe ich nie gespielt, weil es mir nur um das Spiel, nicht um sportliche Erfolge ging. Trotzdem war ein gewisser Ehrgeiz natürlich vorhanden und so war die Freude groß als ich für eine Mannschaft unserer Schule für "Jugend trainiert für Olympia" nachnominiert wurde. Irgendwann war dann die Schulzeit zu Ende und der Korb war vom Wetter ganz schön in Mitleidenschaft gezogen worden. Als das Sturmtief Lothar ihm endgültig den Todeshieb versetzte, waren die Basketballduelle in unserer Straße schon eine Weile Geschichte.

Das ist nun auch schon wieder eine ganze Weile her und nachdem Michael Jordan den Sport an den Nagel gehängt hatte und andere Dinge wie Ausbildung usw. mehr Aufmerksamkeit erforderten, wuchs sozusagen Gras über diese Zeit. Ab und an stoplere ich über ein Foto oder man schwelgt in diesen Erinnerungen bei Klassentreffen. Und manchmal nach dem Sportunterricht, wenn meine Klasse auf dem Heimweg ist, kann ich es nicht lassen und ich werfe noch ein paar Körbe.

Kürzlich machte mich ein Freund darauf aufmerksam, dass MJ gerade in Deutschland sei, um seine neuen Sportschuhe zu promoten. Als ich den entsprechenden Bericht im Internet las, war das fast wie eine Zeitreise. Letztens bin ich bei Youtube über ein paar Videos gestoßen, die mich daran erinnert haben, warum mich dieser Sportler so fasziniert hat. Eines stelle ich hier mit ein:

27.3.07 17:57

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Stefan / Website (28.3.07 08:06)
Ich glaube, Michael Air Jordan wird noch lange Jahre ein Begriff bleiben. Ich war ja letztens bei Curtis Blow, einem der ersten Hip Hoper überhaupt und dachte, ich werde da wohl umgeben sein von mittelalterlichen, in die Jahre gekommenen Familienvätern, die noch einmal ihre Jugend für ein paar Minuten zurückholen wollen und genau aus diesem Grund wollte ich da erst gar nicht hin. Aber ich war überwiegend umgeben von jungen Menschen zwischen 20 und 30 und ich meine Generation, die die erste Hip-Hop Welle bewußt mitbekommen hat (also um die 40) war in der Minderheit. Insofern glaube ich, dass "His Airness" den Kids immer noch ein Begriff ist. Er war übrigens zur Einweihung eines Nike-Stores in Hamburg und da waren auch viele Kids unter den Zuschauern. Ich glaube ja sogar, Larry Bird ist vielen, die sich mit Basketball intensiver beschäftigen, ein Begriff und das ist ja noch länger her.


Ritter des Optimismus / Website (29.3.07 19:13)
Ja, Stefan ich denke du hast Recht! Auch für die Kids von heute könnte Micheal Jordan noch ein Begriff sein.Auch der Name Larry Bird ist sicherlich noch nicht von der Bildfläche verschwunden, zumal er ja wohl auch einer der ersten weißen Superstars der 80er war oder in der Geschichte der NBA überhaupt. Bei Wikipedia habe ich folgende Anekdote gefunden: "Als 2005 ein überführter Räuber zu 30 Jahren Gefängnis verdonnert wurde, bat der erklärte Bird-Fan den Richter in Anlehnung an die Trikotnummer seines Idols um Anhebung der Strafe auf 33 Jahre. Auch der Richter war ein Bird-Anhänger. Dem Antrag wurde stattgegeben."
Ich fände es gut wenn solche groß0en Sportler auch noch den späteren Generationen bekannt wären, auch wenn ich natürlich für Nachwuchsförderung bin und die Youngsters sich auch einen Platz in der Sportgeschichte verdient haben.
Als ich letztens auf dem Toto-Konzert war, machte ich die gleiche Beobachtung wie du bei Curtis Blow: Da waren viele Altersgruppen von knapp 20 bis bestimmt um die 60 vertreten, was mich positiv überraschte.

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